Mov:ement: »Je suis Karl« – Gott sei Dank ein bisschen drüber

Mov:ement: »Je suis Karl« – Gott sei Dank ein bisschen drüber

Häufig genug nervt es unendlich, wenn politische Filme über die Stränge schlagen. Die deutsch-tschechische Koproduktion »Je suis Karl« des Regisseurs Christian Schwochow, die Mitte September in die Kinos kam, macht das auch. Aber komischerweise nervt der Film weniger, als dass er einen auf schockierende Art und Weise in den eigenen demokratischen Grundfesten erschüttert und vor allem erst einmal eines macht: Angst. Zumindest solange man* sich unreflektiert den Übertreibungen hingibt.

Rezension: Le nozze di Figaro

Rezension: Le nozze di Figaro

Eigentlich bin ich ja gar nicht so sehr opernbegeistert. Dennoch ließ ich mich vom Komponisten begeistern. Die Kompositionen Mozarts führen nämlich seit Studienbeginn meine Playlists an, die ich für die Prüfungsphasen in der Bib konzipiert hatte, da sie mir immer so schön bei der Konzentration helfen. Wie schon erwartet, konnte mich dann auch die Inszenierung von »Le nozze di Figaro« des Regensburger Theaters, deren Premiere am 18. September stattfand, in den Bann ziehen.

Die Nibelungen – alter Text, der so modern sein kann

Die Nibelungen – alter Text, der so modern sein kann

Nach langer Corona-Pause hat das Theater Regensburg am Bismarckplatz mit »Die Nibelungen«, ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel, neuinszeniert von Julia Prechsl, am Sonntagabend, den 20. Juni 2021, erstmals wieder zur Premiere eingeladen. Der Klassiker zeigt sich in dieser Version von einer erfrischend neuen Seite und mit modernen, femininen Akzenten.

Lautstark: Chillout für den Sommer – Bliss‘ »Quiet Letters«

Lautstark: Chillout für den Sommer – Bliss‘ »Quiet Letters«

Musik zum Entspannen und Genießen – ein Motto, das sich in der Musikbranche in den Genres Downtempo, Chillout und Lounge wiederfindet. Elektronische Musik zeichnet sich hingegen meist durch flotte Beats und rhythmische Sequenzen aus. Dass letzteres nicht unbedingt der Fall sein muss und sich Electronica und Lounge im Genre des Ambient wiedertreffen können, beweist sehr deutlich das Album »Quiet Letters« von 2003.

Die Zukunft ­– ein trauriger Ort?

Die Zukunft ­– ein trauriger Ort?

Während so mancher Momente in meinem Leben, in denen ich zum Warten verdammt bin – z. B. beim Warten auf den Bus oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse ­– kommen mir oft ganz abstruse Gedanken in den Kopf. Einer davon ist beispielsweise, wie wohl unsere Welt in 50 Jahren ausschauen wird. Dieser Gedanke scheint viele Menschen zu beschäftigen, stellt er doch die Basis für Narrative von Klassikern, wie George Orwells »1984« oder Octavia Butlers »Die Parabel vom Sämann« dar. Mit »Die Laborantin« bringt das Theater Regensburg ein Stück auf die Bühne, das auch über unser Leben in der Zukunft sinniert ­– und zwar auf sehr eindringliche Weise.

Mov:ement: Melancholie en masse!

Mov:ement: Melancholie en masse!

Melancholie. Was ist das eigentlich? Die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten? Nach Zeiten, in denen alles besser war? Aber wie besser? Langsamer vielleicht? Gemeinsamer? Liegen wir da nicht einer Illusion auf? Oder bedeutet Melancholie etwas ganz anderes … Gesellschaftsdiagnose für eine neoliberale Welt? Zumindest in Susanne Heinrichs »Das melancholische Mädchen« scheint das der Fall zu sein.