Eine rechtsextreme Universität, eine »Gladiatorenschule«, in Regensburg? Michael Jackson im Schloss St. Emmeram? Gloria von Thurn und Taxis in den Epstein Files? Der neue Podcast vom Bayerischen Rundfunk »Ruhm & Risse« gewährt einen tiefen Einblick in das Leben der berühmt-berüchtigten Fürstin aus Regensburg.
von Elisa Probst & Louis Müller
Am 08. Juni lud der Bayerische Rundfunk zur Podcast-Premiere ins Kreativzentrum Degginger in Regensburg ein, um die erste Folge seines neuen Podcasts »Ruhm und Risse« anzuhören und mit den Macher:innen ins Gespräch zu kommen.
Der Podcast versucht, einen Blick hinter die Kulissen bayrischer Bekanntheiten zu werfen und beleuchtet dabei ihre Wege zum Ruhm, aber die Risse, die sich dabei zeigten. In der ersten Staffel soll es um die in Regensburg allseits bekannte Gloria von Thurn und Taxis gehen. Host und Sprecherin Bianca Taube sucht dabei Glorias Weggefährten auf und stößt dabei auf Verbindungen, die bis in den Vatikan und ins Weiße Haus reichen. Geschrieben wurde der Podcast von Lea Hruschka und Bianca Taube. Die redaktionelle Betreuung übernahm Hannes Kunz.
Ganz und gar nicht unscheinbar
In der ersten Folge der dreiteiligen Podcast-Serie wird auf die Persona Gloria eingegangen. Als junge Adelige wurde sie von der Münchener Schickeria als »unscheinbar« beschrieben, eine Beschreibung, die sie so schnell wie möglich loswerden wollte. Praktisch, dass ihr recht bald der 34 Jahre ältere Johannes von Thurn und Taxis den Hof machte. Nach ihrer Hochzeit in Regensburg, bei der sie – Funfact – das Diadem trug, das im Oktober aus dem Louvre gestohlen wurde, polierte sie ihr Image auf und wurde zur Regensburger »Punk-Prinzessin«. Extravagante Hochsteckfrisuren, eine Penistorte für ihren bisexuellen Mann zum Geburtstag, eine Mottoparty wie im Versailles des 17. Jahrhunderts. Langweilig war Gloria von Thurn und Taxis nie.
Kontakte in die rechte Szene
Doch wo sie früher ihre Energie in Spaß und aufregende Partys in ihrem Schloss steckte, so investiert sie diese nun in rechtsextreme Kontakte wie Steve Bannon. Heute lädt sie Alice Weidel und Maximilian Krah in ihren Schlossgarten ein und leistet Julian Reichelt in seiner rechtsalternativen Sendung »Nius« Gesellschaft. Heute deklariert sie lautstark ihre rechtskonservative Meinung zu Schwangerschaftsabbrüchen und fährt eine Kampagne gegen die Kandidatur zur Verfassungsrichterin von Frauke Brosius-Gersdorf. Was hat sich geändert? Welche weitreichenden Kontakte in die Politik pflegt sie? Wie gefährlich ist Gloria wirklich?
Falls euer Interesse jetzt geweckt worden ist, dann hört gerne in den neuen Podcast »Ruhm und Risse« von BR24 und BR Oberpfalz in der ARD-Sounds App rein!
Titelbild © Louis Müller

