Veni, vidi, what the fuck | Im Ghetto-Netto

Vor mir schiebt eine ältere Dame ihren Einkaufswagen im Schneckentempo durch die Regale. Vielleicht zieht der Wagen auch sie, ich weiß es nicht. Ich will vorbei! »Tschuldigung  …« Die Frau hört mich nicht. Sie greift sich ein kleines Fruchtsaftgetränk aus dem Regal. Ich will noch mal auf meine Präsenz hinweisen, da verschlägt es mir die Sprache: Die Alte öffnet die […]

Veni, vidi, what the fuck | Im Zug

Im agilis Richtung Neumarkt, 13 Uhr. Eine etwa 15-jährige Jugendliche diskutiert per Handy lautstark mit ihrer Mutter über das Mittagessen: »Was ist denn zur Auswahl? … Nein, Spinat ess’ ich nicht, Spiegelei ess’ ich nicht und Quiche mag ich auch nicht, außerdem ist das ’ne Vorspeise! … Mama, du wirst doch wohl was daheim haben, […]

Veni, vidi, what the fuck | Linienbus, Teil 2

Ich sitze hinter einer plaudernden Gruppe älterer Damen. Alle tragen Dauerwelle und Baskenmütze. Eine der Frauen, die etwas separat von den anderen einen Gangplatz belegt, steht auf und sagt: »Jetzt muss ich mal kurz in die Höh’, der junge Mann neben mir will aus- steigen.« Die Person neben ihr – korpulent, kurze schwarze Haare, Hoody – […]

Veni, vidi, what the fuck | Im Linienbus, Teil 1

Im Bus auf dem Weg zum Bahnhof. Auf den Plätzen vor mir sitzen zwei Jungs, etwa 13 Jahre alt. Einer der beiden beschwert sich, dass er mit Latein als zweiter Fremdsprache eine schlechte Wahl getroffen habe. Der andere entgegnet ihm, dass ihm die Wahl nicht schwer gefallen sei. Für ihn habe schon immer festgestanden, dass […]

In der Kirche

Der junge Kaplan zeigt einer Gruppe von Kindern, was ein Priester während der Messe tut. Ein Kind stellt die Frage, warum ein Priester sich am Karfreitag vor den Altar lege. Der Kaplan erklärt, das sei eine Prostratio, ein Zeichen der Demut und Hingabe, weil Jesus für uns gelitten habe und gestorben sei. Nachdem die Kirchenführung beendet ist, kommen die Eltern, […]

Im Blumenladen

Eines Tages kommt eine Frau in den Blumenladen meiner Mutter, um einen Kranz für eine Beerdigung zu bestellen. Dazu gehört auch eine Schleife, auf die man ein paar letzte Worte an den Verstorbenen drucken lassen kann. Meine Mutter nimmt also die Bestellung auf und fragt ihre Kundin, was auf der Schleife stehen soll. Diese antwortet, dass ein Ruhe in Frieden und  – wenn noch […]