»Heidi, deine Welt sind die Be-her-ge!« Daran denken vermutlich viele meiner Generation bei dem Stichwort »Heidi«. Zugegebenermaßen bin auch ich als Kind freudig umeinander gesprungen, wenn die Zeichentrick-Serie mal wieder um 19 Uhr auf KiKa lief. Heute – mit 24 Jahren – ruft eine Kinderserie bei mir natürlich nicht mehr diese Emotionen hervor. Ganz anders aber Alain Gsponers Neuverfilmung der Geschichte aus dem Jahr 2015. Denn sie zeigt nicht nur die im Schweizer Ausland romantisierte Bergidylle des Alpenlandes, sondern kann als Gesellschaftsanalyse der damaligen Zeit gelesen werden, die die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in zwei verschiedene Welten teilte. Und zwischen diesen beiden Welt steht Heidi.