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Wohnsinn: »C’est pas grave!« oder über die Eigenarten von französischen Wohnungen
Auch wenn ich nun schon einige Zeit in Nizza lebe, bin ich doch immer wieder überrascht, wie sehr sich die französische Mentalität von der deutschen unterscheidet. Was mich besonders fasziniert: Über kleine Unannehmlichkeiten regt man sich auf keinen Fall auf – fast so als wäre es unter der Würde der Franzos:innen, sich über kleine Dinge wie lange Wartezeiten an Supermarktkassen zu echauffieren. Situationen, in denen viele Deutsche grün vor Ärger werden würden. In manchen Beziehungen wirkt diese »Macht-ja-nichts«-Mentalität zwar amüsant, allerdings auch etwas fehl am Platz – und zwar, wenn es um den Zustand der französischen Wohnungen geht.
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Wohnsinn-Kolumne: Die kleinen Momente
Bevor ich für mein Auslandssemester nach Frankreich gefahren bin, haben mir alle möglichen Leute, die ebenfalls längere Zeit im Ausland gelebt haben, immer wieder gesagt: »Du wirst so viel lernen!«. Manchmal wurde mir dies enthusiastisch und voller Inbrunst zugerufen, manchmal mit glänzenden Augen und in einem verschwörerischen Tonfall zugeflüstert. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich habe lange nicht verstanden, worauf all diese Menschen hinauswollten. Sprachkenntnisse? Selbständigkeit? Jedes Detail, das es über die französische Kultur zu wissen gibt? Nach fast drei Monaten in Nizza begreife ich langsam: Es geht um viel, viel mehr.
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Wohnsinn-Kolumne: Bienvenue à Nice
Ist es nicht faszinierend wie manchmal einige hundert Kilometer genügen, um sich plötzlich in einer ganz anderen Welt wieder zu finden? Rein ins Auto oder den Bus und schwupps, auf einmal bist du umgeben von neuen Gerüchen, neuer Kultur, neuen Menschen. Das klingt vielleicht erstmal etwas albern – schließlich verbringe ich mein Auslandssemester lediglich im Nachbarland Frankreich und nicht in Südamerika – aber ungefähr das waren wohl meine Gedanken, als ich vor gut sechs Wochen müde aus dem Flixbus in Nizza kletterte, angekommen in dieser fremden Welt, die für die nächsten sechs Monate mein zu Hause sein soll. Ein paar der Eindrücke aus dieser Welt will ich euch hier erzählen:
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Wohnsinn-Kolumne: Drei Generationen unter einem Dach
Mitte August, die Ferien sind in vollem Gange. Jährliche Verabredungen am Strand, in den Bergen … und im Haus der Oma. Sobald sie aus der Tür treten, beginnen Mutter, Tochter und Großmutter ein Zusammenleben, das ebenso liebevoll wie streitlustig ist. Zum Glück hat das Lachen die Oberhand und fliegt durch den Schornstein des Drei-Generationen-Hauses.
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Wohnsinn-Kolumne: Der Lebensraum als gelebte Erfahrung
Im Zuge der Ausgangsperre ist die Reise ein Leitmotiv geworden. Wir wiederholen in alle Richtungen, dass wir unsere eigene Bude oder unser Zimmer nicht mehr ertragen können. Und doch zeigte uns die Pandemie, was für ein Luxus es ist, über eine Bleibe zu verfügen, einen privaten Raum, der uns schützt und in dem wir uns wohlfühlen. Laut G. Bachelard in Poetik des Raums (2005) erzählt das Haus eine Intimsphäre, eine individuelle und soziale Geschichte und eine Welt, die jeder*m zu eigen ist. Doch wie wird aus einem unscheinbaren Haus ein »Zuhause«?
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Mov:ement: Agnès Varda – eine Ikone des französischen Films
Institutionelles Denken war ihr zuwider: Als Pionierin der französischen Nouvelle Vague war Agnès Varda eine leidenschaftlich unabhängige und rastlos neugierige Visionärin, deren Kunst in der französischen Filmlandschaft eine Ausnahmestellung einnimmt. In der heutigen Kolumne möchte ich einen Blick auf die Regisseurin werfen, die die Regeln des französischen Kinos Ende der 1950er Jahre grundlegend revolutionierte und als eine der Schlüsselfiguren des modernen Films gilt.
Lautstark: Louane
Ganz klein fing Anne Peicherts Karriere an: In der französischen Version der Castingshow »The Voice« trat sie als Kandidatin an und schaffte es bis ins Halbfinale. Aufgewachsen mit fünf Geschwistern in einem kleinen Dorf Nordfrankreichs, überzeugte sie im französischen Fernsehen unter ihrem Künstlernamen Louane das Publikum mit dem Titel »Imagine« von »The Beatles«. Sie gewann die Show zwar nicht, erreichte in den Folgejahren trotzdem nicht unerhebliche Bekanntheit – hier ein Portrait.
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G’sichter hinter der Regensburger Gastro: Café Charlotte
Seit drei Jahren gibt es das Café Charlotte in der Unteren Bachgasse nun schon. Dank seines individuellen Charmes samt Vogelkäfig mit Zebrafinken und prunkvoller Wandmalerei ist es auch kaum mehr aus der Regensburger Altstadt wegzudenken. Nicht nur Tourist*innen werden vom französisch-algerischen Ambiente des familiären Cafés angezogen. Auch Student*innen, Familien und selbst Senior*innen fühlen sich pudelwohl in dem »etwas anderen« Café.
Ode an eine Bruchbude
Ob Loch in der Wand des WCs, eine Garage, die jede/n TrödelhändlerIn glücklich machen würde oder ein Vorhang statt einer Eingangstür. Meine WG im Clermont-Ferrand gab mir schon so einige Gründe, um mich aufzuregen. Aber seien wir mal ehrlich: So nervig manche bauliche Eigenschaften diese merkwürde Altstadtwohnung auch waren, für einmalige Erinnerungen und Lacher hat mein damaliges Heim allemal gesorgt. Eine Ode an eine liebenswürdige Bruchbude.









