I think it’s gonna be a long long time – Rocketman am Dienstag im StudiKino

Das StudiKino startet in die Glühweinsaison, und zwar mit der Filmbiografie »Rocketman« über den Aufstieg und die Krisen von Sir Elton John.

von Lena Alt

Das hier wird eine etwas andere Filmrezension. Der Grund dafür ist, dass ich selbst den Film noch nicht gesehen habe. Ich wollte ihn anschauen, um euch mit dieser kleinen Preview Lust aufs StudiKino zu machen. Eben so, wie wir es hier (fast) immer montags machen, wenn am Dienstag wieder Filme an der Uni gezeigt werden. Aber diesmal geht das leider nicht. Das einzige, was ich tun kann, ist, meine Vorfreude auf Rocketman mit euch zu teilen. Ich kann euch nur nicht versprechen, dass wir nicht enttäuscht werden. But first — worum geht’s?

»Rocketman« ist die Nacherzählung der Karriere von Elton John. Der Regisseur ist Dexter Fletcher, der mit der Regie von »Bohemian Rhapsody« bereits Erfahrung mit Filmografien begnadeter Künstler gemacht hat. Elton John, der mit dem Namen Reginald Kenneth Dwight geboren wurde, wird von Taron Egerton verkörpert. Den jungen Schauspieler kennt man auch aus seiner ganz anderen Rolle im Film »Kingsman«. Angeblich erkennt man ihn als Elton John kaum wieder – ich bin gespannt.

»Rocketman« ist ein Musical, das sich mit den ganz persönlichen Krisen von Elton John beschäftigt: Sein steigender Erfolg wächst ihm zu Kopf, er gerät an die falschen Leute, entwickelt ein Drogen- und Alkoholproblem. Er bemüht sich, seine Homosexualität durch eine Ehe mit seiner deutschen Freundin Renate Blauel zu verstecken, was jedoch nicht funktioniert.

Wer nicht so auf Filme steht, in denen ständig gesungen wird, ist eventuell fehl am Platz. Aber nur vielleicht. Vielleicht eben auch nicht, denn die persönlichen Krisen des Sängers sind wohl so gut aufbereitet, das Musical-Skeptiker die Songs einfach ausblenden, und tiefer in die Handlung einsteigen können. Und das weiß ich immerhin von einem waschechten Musical-Gegner, der den Film schon gesehen hat. Also hält der Film wohl doch für jeden etwas bereit.

Ich erhoffe mir von »Rocketman« ein Wechselbad der Gefühle: Ich möchte nicht, dass der Selbstzerstörungstrieb eines manisch-depressiven Sängers mit vielen Problemen durch Dauergesang heruntergespielt wird. Aber ich möchte auch mitgerissen werden von den größten und ganz persönlichen Hits eines Ausnahmetalents, wie Sir Elton John es ist.

Um uns den Abend vollends zu versüßen, startet das Studikino in die Glühweinsaison: Am besten bringt euren eigenen Becher mit, denn der Umwelt zuliebe kostet der Einwegbecher 20ct extra. Einlass ist wie immer ab 19:30, »Rocketman« startet um 20 Uhr im H16. Ich werde da sein – ihr auch?

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