Am Dienstag im Studikino | John Wick: Chapter 2

John Wick soll einmal mit einem Bleistift drei Männer umgebracht haben. Es bleibt abzuwarten, ob er in Chapter 2 auch einen Bleistift zur Hand hat.

von Lukas Wuttke

Er ist Auftragskiller. Gewesen. Sein privater Rachefeldzug ist beendet. Im ersten Teil mussten dafür 77
Menschen sterben, im zweiten Teil sind es sogar 128. Dabei ist John Wick präzise und schnell, er
braucht oft nur zwei Schuss: einen ins Herz, einen in den Kopf. Die Ästhetik der Gewalt kostet die
Altersfreigabe 18 – aber wir sind ja alle erwachsen. Der Film ist dabei genauso kaltblütig wie elegant.
John Wick – jeder kennt und fürchtet ihn. Zumindest in dieser Filmwelt, die aus exzentrischen, überzeichneten Figuren besteht.

Der Dreh- und Angelpunkt ist dabei, mehr noch als im Vorgänger, der geheime Club der Auftragsmörder mit seinen Regeln und seinen guten Manieren, dessen Netzwerk sich über die gesamte Welt spannt. John Wick: Chapter 2 fängt die Atmosphäre des ersten Filmes wieder ein.

Einem Actionfilm gemäß, verläuft alles recht linear. Die Handlung wirkt durch den nicht ganz so eingängigen Handlungsanstoß aus dem ersten Teil ein wenig aus dem Boden gestampft. Dafür sind die Actionsequenzen so ästhetisch, wie wir sie kennen. Die Welt auf groteske Weise sympathisch. Das CGI-Blut ausreichend vorhanden und Keanu Reeves in der Verkörperung des Meisters seines Faches selbst meisterlich.

Das Studikino zeigt »John Wick: Chapter 2« (OmU) am Dienstag, 21.11.2017, ab 20 Uhr im Hörsaal H16 (Wirtschaftsgebäude)

 

Grafik: Anna Jopp

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