Wohnsinn-Kolumne:Endlich zu Hause?

Wohnsinn-Kolumne:Endlich zu Hause?

Vergeht Zeit tatsächlich schneller, wenn man älter wird? Ich finde ja. Einmal mit dem Finger geschnipst und plötzlich sind fünf Monate verflogen. In meinem Fall heißt das: Mein Auslandssemester ist vorbei und statt wie die letzten Monate abends den blutroten Sonnuntergang am Meer zu genießen, blicke ich nun wieder aus meinem kleinen WG Zimmer auf die nebelverhangenen Domtürme. Nach Hause kommen ist zwar schön – aber auch komisch.

Wohnsinn-Kolumne: Die kleinen Momente

Wohnsinn-Kolumne: Die kleinen Momente

Bevor ich für mein Auslandssemester nach Frankreich gefahren bin, haben mir alle möglichen Leute, die ebenfalls längere Zeit im Ausland gelebt haben, immer wieder gesagt: »Du wirst so viel lernen!«. Manchmal wurde mir dies enthusiastisch und voller Inbrunst zugerufen, manchmal mit glänzenden Augen und in einem verschwörerischen Tonfall zugeflüstert. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich habe lange nicht verstanden, worauf all diese Menschen hinauswollten. Sprachkenntnisse? Selbständigkeit? Jedes Detail, das es über die französische Kultur zu wissen gibt? Nach fast drei Monaten in Nizza begreife ich langsam: Es geht um viel, viel mehr.

Wohnsinn-Kolumne: Bienvenue à Nice

Wohnsinn-Kolumne: Bienvenue à Nice

Ist es nicht faszinierend wie manchmal einige hundert Kilometer genügen, um sich plötzlich in einer ganz anderen Welt wieder zu finden? Rein ins Auto oder den Bus und schwupps, auf einmal bist du umgeben von neuen Gerüchen, neuer Kultur, neuen Menschen. Das klingt vielleicht erstmal etwas albern – schließlich verbringe ich mein Auslandssemester lediglich im Nachbarland Frankreich und nicht in Südamerika – aber ungefähr das waren wohl meine Gedanken, als ich vor gut sechs Wochen müde aus dem Flixbus in Nizza kletterte, angekommen in dieser fremden Welt, die für die nächsten sechs Monate mein zu Hause sein soll. Ein paar der Eindrücke aus dieser Welt will ich euch hier erzählen: