Wohnsinn-Kolumne:Von rohen Eiern in übervollen Papier Tonnen

Wohnsinn-Kolumne:Von rohen Eiern in übervollen Papier Tonnen

Tatort Stadtviertel Galgenberg 

Beim Ausleeren des Inhalts der Papiermülltonne eines Mehrparteienwohnhauses machen zwei ahnungslose Studentinnen einen skandalträchtigen Fund: Eine/r der Nachbarn*innen hat wohl die Papiertonne (!) zur Entsorgung sämtlichen Restmülls missbraucht – inklusive roher Eier, die stinkend am Boden der Tonne vor sich hingammelten. Aber auch leere Kugelschreiber, haufenweise leere Make-up Tuben und weiterer vor sich hinvegetierender Biomüll wurden ans Tageslicht befördert. 

von Verena Gerbl

Aber dem/der aufmerksamen Leser*in tut sich zurecht folgende Frage auf – wie kam es dazu, dass zwei Studentinnen sich veranlasst fühlten, den Inhalt der Tonne auszuleeren? 

Tja, eine etwas längere Geschichte:

Meine Mitbewohnerin und ich hatten nämlich vergessen, die Papiertonne zur vier-wöchentlichen Entleerung pünktlich vor die Tür zu stellen, und waren folglich mit einem Problem konfrontiert: Wie erklärt man diese Situation der Vermieterin, die sämtliche Versäumnisse mit Argusaugen missbilligend quittiert?

Den Abend zuvor hatten wir nämlich gemütlich bei einer Folge Friends mit Tee und in eine warme Kuscheldecke gepackt verbracht – und darüber schnell vergessen, dass wir selbst mit der wichtigen Aufgabe betraut waren, die Papiertonne in den Hof der Vermieterin zu schieben. Als dann am nächsten Morgen das Klappern und Brummen des Müllautos von draußen zu vernehmen war, fiel es uns beiden siedend heiß ein: »Verdammt – Die Papiertonnen!« Eine verzweifelte Tat später standen diese dann auch schon draußen parat – in der unwahrscheinlichen Hoffnung, das Müllauto würde noch einmal umkehren und die Tonnen verspätet abholen. 

Spoiler-Alert: Selbstverständlich tat es das nicht!

Und am nächsten Tag um halb 9 klingelte auch schon das Telefon: Unsere Vermieterin empörte sich am Apparat und klärte dann nüchtern darüber auf, dass die Müllabfuhr natürlich nicht zurückkommt und wir bitte schleunigst selbst für die Entsorgung sorgen sollten! 

Gesagt getan: Am selbigen Abend noch kippten wir die vergessene Papiertonne um, um deren Inhalt dann im eigenen Auto zu verstauen und an den städtischen Recyclinghof zu fahren. 

Das ganze Prozedere war uns eine ziemliche Lehre, da wir definitiv nicht nochmal für die Entsorgung stinkender roher Eier und anderer Hinterlassenschaften verantwortlich sein wollten!

Und die Moral von der Geschicht: Leute vergesst die Mülltrennung nicht! Seid so nett und entsorgt euren Müll dort, wo er hingehört. 

Nächste Woche gibt es dann wieder News aus Hannahs Wohnalltag.

Beitragsbild: pa/ZB/Thomas Eisenhuth | Welt

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