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Lautstark: Wenn Glaube auf Wahn trifft – Drab Majestys »The Demonstration«
Was bewegt Menschen dazu, einem Kult beizutreten? Ist es harmlose Neugier? Sind es desillusionierte Seelen, die sich verzweifelt an einer heilsversprechenden Ideologie festklammern? Oder ist die Aura, welche den*die Kultführer*in umgibt, so anziehend und elektrisierend, dass man* irgendwann schlicht und ergreifend nicht mehr fähig ist, von ihr loszukommen und wie in einem Spinnennetz gefangen ist? Wirft man* einen Blick auf die Historie solcher Gruppen, beantwortet meist eine Mischung aus allen drei Faktoren die Eingangsfrage. Neben ihrer Struktur und verqueren Ideologie haben viele Kulte jedoch vor allem eins gemeinsam: Ihr gewaltsames Ende. Das düstere Album »The Demonstration«(2017) von Drab Majesty behandelt genau ein solches jähes Kultende, nämlich das von Heaven’s Gate.
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Mov:ement: »Loving Vincent« – Wenn Bilder sprechen lernen
Obwohl die Werke des niederländischen Malers Vincent van Gogh zu den berühmtesten und teuersten der Kunstwelt gehören, wird er nicht unbedingt wegen seiner Technik – die dick aufgetragenen, strahlenden Farben – von vielen Menschen gefeiert, sondern viel mehr für seine Art die Dinge zu sehen: Mit Demut und einer gehörigen Portion Melancholie hielt er nicht nur die oftmals übersehene Schönheit der Natur auf Leinwand fest, sondern verewigte auch die Menschen auf dem Land und in den Städten mit seinen Pinselstrichen. Und obgleich vor allem die Melancholie van Goghs Leben wie ein roter Faden durchzog und er sich in ihr zu seinem Lebensende vollends verstrickte, ist es so viel schöner, sich an das Leben und Genie des Niederländers zu erinnern. Genau das tut der einzigartige Film »Loving Vincent«, wie es wahrscheinlich auch van Gogh begeistert hätte: Er erweckt seine Werke zum Leben.
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Lautstark: »Clinging to a Scheme« – Der Sommer der Jugend
Die vergangenen anstrengenden Pandemie-Monate ließen viele Menschen sehnsüchtig auf den Sommer warten. Nun ist er endlich da und verwandelt uns Dank der niedrigen Inzidenz wieder in kleine social butterflies. Doch was benötigt man* neben den drei S – Sonnenbrille, Sonnencreme (immer schön einschmieren!) und Shorts – noch für den Jahreszeitenwechsel? Das vierte S: Den perfekten Soundtrack. Und den liefern The Radio Dept. mit »Clinging to a Scheme«.
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Mov:ement: Xavier Dolan – Art House extraordinaire
Mit gerade Mal Anfang 30 ist der Québecer Xavier Dolan bereits Stammgast auf den renommiertesten Filmfestspielen der Welt. Egal ob in Cannes, Toronto oder Venedig: Dolans Filme werden mit Lob und Preisen geradezu überhäuft. Die ein oder andere Person wird sich nun vermutlich fragen, wie ein Typ, der nicht recht viel älter ist als man* selbst, das geschafft hat. Dolans Erfolgsrezept: Wunderschön intime, von zwischenmenschlichen Beziehungen handelnde und die Banalität des Lebens feiernde Filme auf die große Leinwand bringen.
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Feminis:muss: Zum 1. Mai bitte keine Pralinenschachtel
Bereits zum zweiten Mal musste der Tag der Arbeit unter Corona-Bedingungen stattfinden. Abseits von vereinzelten größeren Demos wie in Berlin oder Hamburg fanden viele Kundgebungen in abgespeckter Version oder im World-Wide-Web statt. Doch egal ob auf der Straße oder im digitalen Raum: Neben Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, fairer Entlohnung, gerechter Verteilung der Pandemiekosten und antirassistischen Aktionen dominerte vor allem ein Thema den Tag, nämlich die Pflegeberufe.
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Lautstark: Godspeed You! Black Emperor – Wie schön doch die Apokalypse klingt
Wenn die Sonne der Erde den Rücken zukehrt und sie in ewige Finsternis kleidet, wenn Gebäude lärmend einstürzen und Menschen unter sich begraben und wenn die einst stolzen Flaggen der Länder tot von ihren Masten hängen – ja, dann befinden wir uns in der apokalyptischen Welt von Godspeed You! Black Emperor.
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Mov:ement: »Lars and the Real Girl«
Im Ranking der Gefühle belegt die Einsamkeit definitiv einen der letzten Plätze. Wer einsam ist – und das vor allem in der jetzigen Pandemie – kann die Welt wie durch einen grauen Schleier wahrnehmen oder sich lediglich wie ein*e Beobachter*in des menschlichen Lebens hinter einer Plexiglasscheibe fühlen. Einsamkeit ist ein Gefühl, welches im schlimmsten Fall krank machen kann. In der Tragikomödie »Lars and the Real Girl« sogar sehr krank.
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Lautstark: Terra Incognita Electronica
In dieser Ausgabe der »Lautstark«-Kolumne soll ein altes Format neu aufgerollt werden, nämlich das »Starterpack«. Mehrere Künstler*innen werden auf einen Schlag vorgestellt, um Euch nicht nur mit (hoffentlich) neuer und aufregender Musik zu versorgen, sondern gleichzeitig die verschiedenen Facetten eines Genres zu beleuchten. Um was es heute geht? Ein Blick auf das metaphorische Beitragsbild verrät es schon: Elektronische Musik.
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Feminis:muss: »Don’t Be Afraid, It’s Only Blood«
So besingt die norwegische Sängerin Jenny Hval die zu Unrecht tabuisierte Menstruation auf ihrem Album »Blood Bitch«. Hvals Konzeptalbum ist nicht nur eine Ode an den Feminismus und die wunderbaren Kräfte…









