Warum backen wir eigentlich Weihnachtsplätzchen?

Warum backen wir eigentlich Weihnachtsplätzchen?

*** Adventsspecial ***

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Mir steigt ein wohlduftender, süßlicher Geruch in die Nase, der sich allmählich in der ganzen Wohnung ausbreitet und ich kann es nicht anders beschreiben: Es riecht irgendwie nach Weihnachten. Meiner Nase folgend knie ich kurze Zeit später vor unserem Backofen und schaue den Zimtsternen beim Backen zu. Kennt ihr das auch? Ob Zimtsterne, Kokos-Makronen, Spitzbuben oder doch ganz klassische Ausstech-Plätzchen: Sie gehören für mich unbedingt zur Weihnachtszeit. Aber warum backen wir eigentlich Weihnachtsplätzchen, woher kommt diese Tradition? 

von Lea Wöhl

Eine einfache Antwort auf diese Frage habe ich nicht gefunden. Es gibt verschiedene Erzählungen und Brauchtümer, die sich um Weihnachtsplätzchen ranken. Wahrscheinlich ist dieser Weihnachtsbrauch eine Kombination aus verschiedenen Begebenheiten. 

Hier mal zwei Erzählungen zur Auswahl und ihr könnt euch entscheiden, welche euch am besten gefällt: 

Plätzchen im Mittelalter

Eine Geschichte aus dem Mittelalter, die sich um die Tradition der Weihnachtsplätzchen rankt, spielt in den Klöstern. Im Mittelalter waren Gewürze teuer und ein richtiges Luxusgut, sodass sich viele Leute diese nicht leisten konnten. In einigen wohlhabenden Klöstern wurden, anlässlich Jesu Geburt, Plätzchen gebacken. Plätzchen, die zu dieser Zeit wirklich etwas Besonderes waren, wurden von den Mönchen an die Armen verteilt, um in der Weihnachtszeit ein bisschen Freude zu verbreiten. 

Plätzchen & Tea-Time 

Diese Geschichte führt uns ins 18. Jahrhundert. Zwar gab es zu dieser Zeit schon Plätzchen, allerdings erfreuten sie sich noch nicht allzu großer Beliebtheit. Die Seefahrt und der Austausch von Waren über die ganze Welt ließen auch einen Austausch von Traditionen und Bräuchen zu. Kaffee und Tee gehörten in Europa zu den beleibtesten Luxus-Importgütern. Aus Großbritannien schwappte neben Tee auch die damit verbunde Tea-Time-Tradition ins heutige Deutschland. Traditionell werden zum Tee auch Kekse oder Plätzchen serviert. Dieser Brauch setzte sich auch in Deutschland durch und war der Beginn für die Entwicklung vieler Plätzchensorten, wie Spitzbuben, Vanillekipferl oder Butterkekse – nicht nur zur Weihnachtszeit. Allerdings finden wir ja auch schon ab Mitte August Plätzchen und Co. in den Supermarktregalen. 

Beitragsbild: Lydia Matzal | UnSplash

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