Im Bann der Popkultur: Regensburg als Treffpunkt der regionalen Kreativszene

Am vergangenen Freitagabend hat Oberbürgermeister Joachim Wolbergs im Leeren Beutel den Startschuss gegeben – zum ersten Popkultur-Festival in Regensburg. In den letzten drei Tagen verwandelte sich die Regensburger Altstadt in einen Treffpunkt der regionalen Kreativszene. Und es war einiges geboten.

 

Beim Festival gestaltete der Künstler SIKE in der Pustet Passage ein Graffiti. Foto: Svenja Loibl

 

Anliegen der Veranstalter war es, der facettenreichen und sich ständig wandelnden Popkultur Regensburgs eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung zu bieten. Das neuartige Veranstaltungsformat beheimatete mehr als 60 Veranstaltungen an insgesamt 15 Spielorten in den Bereichen Kunst, Film, Musik, Theater, Tanz und vielen mehr. Auch zahlreiche Workshops forderten die Regensburger auf, sich aktiv zu beteiligen und ermöglichten ihnen, sich mit Home-Recording, Schauspiel oder Street-Art genauer zu beschäftigen.

Den Auftakt zu einem spannenden Wochenende bildete die Band Dress am Freitagabend im restlos überfüllten Büro: mit ihren Dream- und Indie-Pop-Klängen stimmten die Musiker die Menge perfekt auf das bevorstehende Wochenende ein. Wer auf skurrile Sounds und sehr viel Nebel steht, in dem man ohne Probleme seine ganze Gruppe verlieren kann, war ab 23 Uhr bei Sublime im Leeren Beutel perfekt aufgehoben:  mit einer guten Mischung aus Shoegaze, Noisepop, Cold- und Synthiepop. Untermalt wurde die an sich schon bizarre Stimmung mit Videoclips diverser Sixties-Serien und bunten, durch den Raum zuckenden Laserstrahlen.

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Die Band Dress läutete im Büro das Festivalwochenende ein. Foto: Dress.

 

Workshops, Kunst und Musik: positive Resonanz auf Festival

Für all diejenigen, die nicht wegen einer zu großen Menge Brausekram vom Vorabend verkatert waren, bot auch der Samstag viel Interessantes. Der zweite Tag des Festivals stand ganz im Zeichen der Workshops. Während man im W1 das Jonglieren lernen konnte, wurde man in der Alten Mälzerei in die Kunst des Home-Recording eingeführt.  Im Umsonstladen in der Steckgasse gab es ein Repair Café, in dem unter professioneller Hilfe kaputte Gegenstände repariert werden und bei der anschließenden Tauschparty ihren Besitzer wechseln konnten. Doch auch bei einem Spaziergang durch die Stadt konnte man an den verschiedensten Ecken Kunst und Musik entdecken – zum Beispiel das neue Graffiti in der Pustet Passage, das am Freitagabend im Rahmen einer Live Performance von dem Künstler SIKE gestaltet wurde. Das nur fünf Euro teure Festivalbändchen war an den Veranstaltungsorten leicht zu erwerben und ermöglichte somit allen Interessierten leichten Zutritt: zur Alten Mälzerei, dem W1, dem Café Couch und allen anderen Veranstaltungsorten. Die pünktlichen Festivalbesucher jedoch waren klar im Vorteil, erfreuten sich doch viele der Veranstaltungen großer Beliebtheit und waren dementsprechend gut besucht. Trotz des wechselhaften Wetters stieß das Popkulturfestival auf eine sehr positive Resonanz: Regensburg präsentierte sich von seiner künstlerischen Seite – eine willkommene Abwechslung für jedermanns Wochenendgestaltung.

 

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