Wie driftet ein junger Mensch in die rechtsradikale Szene ab? Annegret Liepold erzählt in einem Coming-of-Age Roman der ganz anderen Art eine Geschichte von Schuld und Vergangenheitsbewältigung.
Häufig genug nervt es unendlich, wenn politische Filme über die Stränge schlagen. Die deutsch-tschechische Koproduktion »Je suis Karl« des Regisseurs Christian Schwochow, die Mitte September in die Kinos kam, macht das auch. Aber komischerweise nervt der Film weniger, als dass er einen auf schockierende Art und Weise in den eigenen demokratischen Grundfesten erschüttert und vor allem erst einmal eines macht: Angst. Zumindest solange man* sich unreflektiert den Übertreibungen hingibt.