Herrlich, eher nicht! 

Herrlich, eher nicht! 

Herrlich, ein Herr, der Hausherr, der Herrscher, der Herr im Himmel – Was wir oft beiläufig sagen, trägt eine Geschichte in sich die Jahrhunderte patriarchaler Ordnung widerspiegelt. Sprache ist nie nur Sprache – sie ist Spiegel und Gestalter unserer Realität. Was sagt es dann über unsere Sprache aus, dass selbst ein so positiv belegtes Wort wie »herrlich« auf solche Strukturen zurückzuführen ist?

von Adina Kükelhahn

Feminis:muss Frauen an die Führung!?

Feminis:muss Frauen an die Führung!?

2020 waren in Deutschland nur 28 Prozent der Führungskräfte weiblich; so das Statistische Bundesamt. Nicht überraschend ist die Quote der Frauen in Führungspositionen in skandinavischen Ländern wie Lettland (47 Prozent) oder Schweden (42 Prozent). Aber sogar das nicht gerade für seine feministische Regierung bekannte Polen (44 Prozent) ist da schon um einiges weiter, was die Emanzipation in der Arbeitswelt angeht. Verglichen mit anderen EU-Staaten liegt Deutschland bezüglich der Anzahl an Frauen in Führungspositionen im unteren Drittel. Das man hier keinesfalls von vollendeter Gleichberechtigung sprechen kann, ist glasklar. 

Feminis:muss: Wo ist Peng Shuai?

Feminis:muss: Wo ist Peng Shuai?

Die Olympischen Winterspiele in Peking sind in vollem Gange. Doch neben den zahlreichen Kritiken am Austragungsland China aufgrund seiner Menschenrechtsverletzungen und der alles andere als nachhaltigen Bauweise für die Spiele, steht ein Thema aktuell weniger im Fokus: die Tennisspielerin Peng Shuai. Aus diesem Grund: ein Gedicht.

Feminis:muss: Justitia will die Scheidung

Feminis:muss: Justitia will die Scheidung

Nicht weniger als Gesetzesänderungen von »historischer Dimension« werden zurzeit von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und der Ampel-Koalition angekündigt. »Die größte Familienrechtsreform seit Jahrzehnten« soll auf den Weg und das 4. Buch des BGB so stärker mit der Lebensrealität vieler in Einklang gebracht werden. 

Feminis:muss: Die Perspektive wechseln

Feminis:muss: Die Perspektive wechseln

Bei so ziemlich jeder Meinungsverschiedenheit kann es hilfreich sein, sich in die Position des Gegenübers hineinzuversetzen – vorausgesetzt mensch ist bereit, den eigenen Standpunkt zu überdenken und zu der Erkenntnis zu gelangen, dass nicht immer alles schwarz-weiß ist. Wie eine einfache Frage Absurditäten aufdecken kann und was das Ganze mit Vanessa von den »Wilden Kerlen« zu tun hat, darum soll’s jetzt gehen.

Feminis:muss: Mittwochmorgen

Feminis:muss: Mittwochmorgen

Ein Tag kann so unbedeutend und leise an uns vorbeiziehen, dass wir nur wenige Stunden später kaum noch sagen können, was an diesem Tag passiert ist. Andere Tage hingegen bleiben ein Leben lang wie eingebrannt in unserem Kopf, so als würden sie sich immer und immer wieder wiederholen. Mittwochmorgen.

Feminis:muss: Frau und Macht – [Billige] Kopie von maskulinem Führungsgehabe? Von wegen!

Feminis:muss: Frau und Macht – [Billige] Kopie von maskulinem Führungsgehabe? Von wegen!

Ein langsames Herantasten in Richtung Arbeitswelt ergibt ein Mehr an Möglichkeiten und potenziellen Karrierechancen. Die ersten Personalgespräche, Fortbildungen in Sachen Selbstmarketing, einige Networking-Events – eine Welt, die sich mir nicht auf den ersten Blick erschließt. Ein augenblickliches Wohlfühlen scheint mir nicht internalisiert. Etwa nur weil ich eine Frau bin? Und dann prasseln auch schon die ersten Tipps & Tricks auf mich ein: »Sitzen und stehen Sie aufrecht. Senken Sie Ihre Stimme am Ende des Satzes. Legen Sie Ihren Fokus nicht auf Beziehungen, sondern auf Inhalte.« Aber Achtung! Das Erfolgsrezept für Erfolg sei immer noch »Authentizität«. Große Irritation, denn wenn ich diesen Ratschlägen nun folge, mache ich nichts anderes als einen maskulin konnotierten Führungsstil zu kopieren. Warum scheint uns der Loslösungsprozess von gendertypischen Führungsweisen nicht zu gelingen?