Lautstark: Dir En Grey – Die Vertonung menschlicher Abgründe

Lautstark: Dir En Grey – Die Vertonung menschlicher Abgründe

Während der Pubertät kann es Teenager in einige klischeebehaftete Richtungen und Subkulturen verschlagen, die man hauptsächlich aus irgendwelchen Highschool-Filmen kennt. Manche SchülerInnen sind von vornherein schon beliebt, manche sind typische Nerds, dann gibt es noch japanaffine Emos, zu denen ich mich damals selbst gezählt habe (peinlich, oder?). Wenn man sich mit Animes und Mangas beschäftigt, stößt man irgendwann auch zwangsweise auf japanische Musik. In meinem Fall war es der J-Rock, der mich von anfang an faszinierte, etwas verstörte, von dem ich mich bis heute jedoch gerne berieseln lasse. Bands wie The Gazette, Girugamesh, X Japan oder Buck-Tick klangen wie keine andere Musikgruppe, die ich bis dato gehört hatte. Doch Dir En Grey, die ich in meiner heutigen Lautstark-Kolumne vorstellen werde, stechen aus diesem für westliche Ohren ungewöhnlichen Sound noch ein Stück weit mehr heraus.

Mitternachtskino #1 – Throw Away Your Books, Rally in the Streets

Mitternachtskino #1 – Throw Away Your Books, Rally in the Streets

Jede*r hat wahrscheinlich irgendwo einen Stapel der Schande an etwaigen unbenutzten Medien, egal ob analog oder digital, herumliegen, der einfach nicht weniger zu werden scheint. Dieser will natürlich auch mal reduziert werden, bevor er komplett ins Unermessliche steigt. Ein guter Ansporn, beispielsweise meine Film-Watchlist langsam abzuarbeiten, kann das Schreiben eines neuen Formats sein: In meinem »Mitternachtskino« stelle ich in unregelmäßigen Abständen Filme vor, die man als Geheimtipps bezeichnen könnte. Den Anfang meiner Review-Reihe macht ein experimenteller japanischer Film aus dem Jahre 1971.