Mov:ement: »Der Bruder« – Ein Porträt der russischen Mentalität

Mov:ement: »Der Bruder« – Ein Porträt der russischen Mentalität

Russland in den 1990ern: Die ehemals stolze Sowjetunion ist zerfallen. Boris »Schnapsnase« Jelzin regiert die Russische Föderation. Die meisten Menschen verarmen, während sich die neue Elite der Oligarchen bildet, die hauptsächlich durch Verbrechen maßlos Geld scheffelt. Diese Kriminalität grassiert auch auf den Straßen – Russland wird zum fast schon anarchischen »Wilden Osten«. Egal welche Berichte man dazu liest, welche Dokumentationen man auch dazu schaut: Kaum ein Medium fängt den damaligen Zeitgeist so gut ein wie ein Low-Budget-Crime-Drama namens »Der Bruder«.

Mov:ement: »Lars and the Real Girl«

Mov:ement: »Lars and the Real Girl«

Im Ranking der Gefühle belegt die Einsamkeit definitiv einen der letzten Plätze. Wer einsam ist – und das vor allem in der jetzigen Pandemie – kann die Welt wie durch einen grauen Schleier wahrnehmen oder sich lediglich wie ein*e Beobachter*in des menschlichen Lebens hinter einer Plexiglasscheibe fühlen. Einsamkeit ist ein Gefühl, welches im schlimmsten Fall krank machen kann. In der Tragikomödie »Lars and the Real Girl« sogar sehr krank.