Die Zukunft ­– ein trauriger Ort?

Die Zukunft ­– ein trauriger Ort?

Während so mancher Momente in meinem Leben, in denen ich zum Warten verdammt bin – z. B. beim Warten auf den Bus oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse ­– kommen mir oft ganz abstruse Gedanken in den Kopf. Einer davon ist beispielsweise, wie wohl unsere Welt in 50 Jahren ausschauen wird. Dieser Gedanke scheint viele Menschen zu beschäftigen, stellt er doch die Basis für Narrative von Klassikern, wie George Orwells »1984« oder Octavia Butlers »Die Parabel vom Sämann« dar. Mit »Die Laborantin« bringt das Theater Regensburg ein Stück auf die Bühne, das auch über unser Leben in der Zukunft sinniert ­– und zwar auf sehr eindringliche Weise.

Von Gegensätzen und Gemeinsamkeiten

Von Gegensätzen und Gemeinsamkeiten

Grell, bunt, laut, schräg. Nein, liebe Leser*innen, es ist nicht die Rede von dem aus privaten Fernsehsendern nicht wegzudenkende, lebenden Strasssteinchen Harald Glööckner. Es handelt sich auch nicht um die modisch fragwürdige Krawattenwahl eines bestimmten AfD-Schreihalses. Grell, bunt, laut, schräg – so könnte man womöglich das Sprachkonzert »Aus der Mitte der Gesellschaft« von Marc Becker beschreiben. Aber es ist noch so viel mehr.

von Anna-Lena Brunner

Jam-Session mit dem Teufel

Jam-Session mit dem Teufel

Stellt Euch vor, plötzlich kommt der Teufel bei Euch reingeschneit und will Rache für etwas, das Euer Ururururururhochzweigroßvater damals »vor 885 plus 116 minus 1 macht 1000« Jahren verbockt hat. Genauso geht er Hans Steiner, der eigentlich das Jubiläum des Baubeginns der Steinernen Brücke feiern möchte. Basierend auf der stadtbekannten Saga um den Bau des Regensburger Wahrzeichens, hat das Theater Regensburg in Koproduktion mit Scrooge GbR seine zweite Regensburger Rockreview auf die Bretter des Velodroms gebracht. Die Premiere von »Jenseits von St. Emmeram«, inszeniert von Marc Becker und unter musikalischer Leitung von Gerwin Eisenhauer, am 8. Februar lässt uns mit einem diffusen Gefühl zwischen unterhaltsamem cringe, Heimatgefühl und mitwippenden Zehen zurück.

»MINONA« – Eine romantische Schicksalsfigur? Eine Theaterreview

»MINONA« – Eine romantische Schicksalsfigur? Eine Theaterreview

Die Oper »Minona. Ein Leben im Schatten Beethovens« wurde am Samstag, 25. Januar 2020, im Theater Regensburg am Bismarckplatz uraufgeführt. Die Aufführung der Oper in zwei Akten von Jüri Reinvere dauerte in etwa zwei Stunden und 20 Minuten und ließ
das Publikum mit vielen Gefühlslagen zurück. Das bedrängte, isolierte und besessene Leben
Minonas wurde den ZuschauerInnen so lebhaft dargelegt, dass im Publikumssaal nicht nur
seelisch mitgelitten wurde. Angespannt und zugleich erleichtert verließ man im Anschluss an
die Premiere das Theater und konnte sich mit dem soeben Erlebten auf verschiedensten
Ebenen auseinandersetzen.