Mov:ement: Zwischen Bergidylle und Gesellschaftsanalyse

Mov:ement: Zwischen Bergidylle und Gesellschaftsanalyse

 »Heidi, deine Welt sind die Be-her-ge!« Daran denken vermutlich viele meiner Generation bei dem Stichwort »Heidi«. Zugegebenermaßen bin auch ich als Kind freudig umeinander gesprungen, wenn die Zeichentrick-Serie mal wieder um 19 Uhr auf KiKa lief. Heute – mit 24 Jahren – ruft eine Kinderserie bei mir natürlich nicht mehr diese Emotionen hervor. Ganz anders aber Alain Gsponers Neuverfilmung der Geschichte aus dem Jahr 2015. Denn sie zeigt nicht nur die im Schweizer Ausland romantisierte Bergidylle des Alpenlandes, sondern kann als Gesellschaftsanalyse der damaligen Zeit gelesen werden, die die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in zwei verschiedene Welten teilte. Und zwischen diesen beiden Welt steht Heidi.

Mov:ement: Film is trans?

Mov:ement: Film is trans?

Filme en masse mit trans-Person in der Hauptrolle? Fehlanzeige. Trans-Menschen wird immer noch viel verwehrt. Sichtbarkeit und Raum beispielsweise – einen Raum, um die eigenen Geschichten, Erfahrungen und Gefühle darzustellen, aber auch zu verarbeiten. Einige Filme bieten aber eben genau diesen Raum – auf sehr einfühlsame Art und Weise. Sie werden nur nicht genug gesehen. Deshalb im Folgenden ein paar Empfehlungen. 

Mov:ement: »Die Känguru-Chroniken« – eine mehr oder weniger gelungene Umsetzung eines Buches

Mov:ement: »Die Känguru-Chroniken« – eine mehr oder weniger gelungene Umsetzung eines Buches

Buchverfilmungen zu beurteilen ist meist schwierig. Es gibt nur zwei Kategorien der Einstufung: Entweder man* gehört zu den Leuten, die keinen Funken daran auszusetzen haben oder man* schließt sich denjenigen an, die den ganzen Film bis auf ein paar Kleinigkeiten kritisieren. Letzteres ist leider bei einem relativ aktuellen Film der Fall. Ein Kommentar.

Mov:ement: Film is gay!

Mov:ement: Film is gay!

Am Samstag, den 17.07.2021, organisierte der Verein RESI zusammen mit einigen LGBTIQ-Gruppen unter der neu gegründeten Vereinigung »Queeres Regensburg« in Regensburg eine kleine, aber feine Kundgebung mit Infoständen zum Christopher-Street-Day. In Berlin tanzten und feierten am vergangenen Samstag zum CSD (natürlich unter den herrschenden Corona-Hygienevorschriften) wieder ausgelassen viele Menschen in Regenbogenfarben durch die Straßen. Da liegt es nahe, einen Blick auf die mittlerweile (natürlich noch ausbaubare) aber stetig gewachsene bunte – »queere« Filmwelt zu werfen. Denn auch Film ist gay!

Mov:ement: »The Guilty« (2018) – Die Angst sitzt am anderen Ende der Leitung

Mov:ement: »The Guilty« (2018) – Die Angst sitzt am anderen Ende der Leitung

Ein Mann, ein Raum und ein Telefon: Der dänische Thriller »The Guilty« schafft es mit minimalen Mitteln, über die gesamte Spielfilmlänge Herzrasen und Fingernägelkauen bei den Zuschauer*innen zu verursachen. Ein packendes Rätsel, dessen Lösung nicht nur lange im Schatten der Nacht verborgen bleibt, sondern auch immerzu die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge, Gut und Böse und Schuld und Vergebung verwischt.

Mov:ement: Look Who´s Inside Again – Räume im Film

Mov:ement: Look Who´s Inside Again – Räume im Film

Entfernte Planeten, exotische Landschaften, futuristische Städte – Film hat die Möglichkeit, uns Dinge zu zeigen, die wir noch nie gesehen haben und uns nicht einmal vorstellen konnten. Doch was passiert, wenn ein Film sich auf das Wesentliche begrenzt, den Handlungsspielraum drastisch verkleinert und uns in einen kleinen, abgeschlossenen Raum verfrachtet? Genau dies möchte ich heute untersuchen.

Mov:ement: Klaus Kinski – »Filme machen ist besser als Toiletten putzen«

Mov:ement: Klaus Kinski – »Filme machen ist besser als Toiletten putzen«

»Wahnsinniger Tyrann«, »unerträglicher Selbstdarsteller« oder aber »genialer Schauspieler mit dämonischer Ausstrahlung«: Klaus Kinski ließ niemanden kalt, sondern teilte und teilt das Publikum in zwei unversöhnliche Lager. Insbesondere Schurkenrollen machten Kinski zu einem der wenigen deutschen Weltstars des Kinos. Sein Größenwahn gilt als legendär, genauso wie seine Tobsucht und Übergriffe. Seinen Ärger entlud er in privaten Ausschweifungen und Exzessen. Zertrümmerte Luxusrestaurants, verprügelte Polizisten, unzählige sexuelle Affären und mehrere gescheiterte Ehen erzählen von dem Weg eines kompromisslosen Egomanen, der bürgerliche Konventionen weder beachtete noch respektierte.