Oft wurde ich so genannt. Frauen, die sich feministisch äußern oder sich als Feministinnen bezeichnen, werden schnell als »Männerhasser:innen« abgestempelt. Doch nicht nur dann – auch in alltäglichen Gesprächen unter Frauen oder FLINTA*-Personen höre ich oft den Satz: »Boah, ich hasse Männer.«
Darf ich mich als Feministin bezeichnen, wenn ich Männer date, die Feminismus »extrem « finden? Wenn ich Musik mit frauenverachtenden Texten höre? Wenn ich also nicht in kompletter Linie immer »feministisch« bin?
Einfach für sich tanzen und feiern zu gehen, ist für Frauen, bzw weitgreifender FLINTAs oft nicht so einfach zu schaffen. Es gibt zunehmend Alternativen.
„Wir müssen beim Patriarchat selbst ansetzen!“ Das sagt Frau Tchelebi, die Öffentlichkeitsarbeiterin des Autonomen Frauenhauses in Regensburg. Unsere Autorin hat mit ihr über die aktuelle Situation in Frauenhäusern und über ihre Arbeit gesprochen.
Ein verurteilter Straftäter mit zutiefst frauenfeindlichen und misogynen Ansichten wurde zum mächtigsten Mann der Welt gewählt. Als Reaktion darauf bekennen sich nun Frauen in den USA zur südkoreanischen 4B – Bewegung.
Jedes Jahr kommt dann der 31. Dezember, ausgelassene Silvester-Feierstimmung gemischt mit einer sich bereits anbahnenden Neujahrs-Melancholie und meist ganz besonders viel Alkohol. Was aber, wenn zuhause gar nichts fried- und freudvoll abläuft?
Mit der Familie zusammen sein, leckeres Essen genießen, Geschenke auspacken: So sieht wohl bei vielen die Wunschvorstellung für Weihnachten aus. Doch oft lastet die Verantwortung für ein schönes Weihnachtsfest auf den Schultern der Mütter.
Herrlich, ein Herr, der Hausherr, der Herrscher, der Herr im Himmel – Was wir oft beiläufig sagen, trägt eine Geschichte in sich die Jahrhunderte patriarchaler Ordnung widerspiegelt. Sprache ist nie nur Sprache – sie ist Spiegel und Gestalter unserer Realität. Was sagt es dann über unsere Sprache aus, dass selbst ein so positiv belegtes Wort wie »herrlich« auf solche Strukturen zurückzuführen ist?
Während meines Auslandssemesters in Italien stieß ich in der Frauenumkleide eines Fitnessstudios auf ein Schild mit der Aufschrift: »Frauen und die Angst vor Muskeln.« Mein erster Gedanke war: Lustig.
Gisèle Pelicot wurde über ein Jahrzehnt von ihrem Ehemann systematisch missbraucht und von fremden Männern vergewaltigt. Jetzt kämpft sie öffentlich dafür, dass die Verantwortung dorthin verschoben wird, wo sie hingehört – zu den Tätern und einem versagenden System.