Wohnsinn Kolumne: Meine Lieblings-Wohnheimsmomente

Wohnsinn Kolumne: Meine Lieblings-Wohnheimsmomente

Nachdem fast ein ganzes Jahr bestehend aus tagtäglichem Corona-Wahnsinn vorübergegangen ist, lassen nun Mitte Dezember allmählich die Kräfte nach: Das seit Monaten ausbleibende Sozialleben, das man als Student*in in früheren Semestern so sehr genossen und zelebriert hat, verdrängt man während der nebligen und immer grauen Wintermonate nicht mehr so leicht wie das noch im Sommer der Fall war. Nun sitze ich hier in meiner WG-Küche und sinniere zusammen mit meiner Mitbewohnerin über meine vergangenen Student*innen-Erlebnisse, die sich noch vor einem Jahr hauptsächlich rund um das Studentenwohnheim in der Dr.-Gessler Straße, Königswiesen, abgespielt haben.

Lautstark: Louane

Lautstark: Louane

Ganz klein fing Anne Peicherts Karriere an: In der französischen Version der Castingshow »The Voice« trat sie als Kandidatin an und schaffte es bis ins Halbfinale. Aufgewachsen mit fünf Geschwistern in einem kleinen Dorf Nordfrankreichs, überzeugte sie im französischen Fernsehen unter ihrem Künstlernamen Louane das Publikum mit dem Titel »Imagine« von »The Beatles«. Sie gewann die Show zwar nicht, erreichte in den Folgejahren trotzdem nicht unerhebliche Bekanntheit – hier ein Portrait.

Lautstark: Lola Marsh – »She’s a rainbow and I am a difficult man«

Lautstark: Lola Marsh – »She’s a rainbow and I am a difficult man«

Yael Shoshana Cohens Stimme im Song »She’s a Rainbow« klingt tief und schmiegt sich elegant an die atmosphärische Begleitmelodie der Gitarre an. Im Refrain erinnert ihre Stimme dann zwar ein wenig an Lana Del Rey, dennoch klingt die Musik des israelischen Duos, Yael und ihr Partner Gil, völlig anders als der Elektro-Pop der U.S. Sängerin. Was daran liegt, dass Lola Marshs Lieder nur schwer genretechnisch einzusortieren sind. Sie lassen sich noch am ehesten in Richtung Folk situieren, ähnlich wie Bon Iver oder die Fleet Floxes. An manchen Stellen, wie beispielsweise im Song »Le Sud«, fühlt man sich dann jedoch fast in eine Pariser Bar versetzt, wo man in den nostalgischen Klängen einer »Chansoneuse« schwelgen kann: Die französische Chanson-Diva Edith Piaf gilt wohl nicht umsonst als Vorbild von Sängerin Yael.

G’sichter hinter der Regensburger Gastro: Café Charlotte

G’sichter hinter der Regensburger Gastro: Café Charlotte

Seit drei Jahren gibt es das Café Charlotte in der Unteren Bachgasse nun schon. Dank seines individuellen Charmes samt Vogelkäfig mit Zebrafinken und prunkvoller Wandmalerei ist es auch kaum mehr aus der Regensburger Altstadt wegzudenken. Nicht nur Tourist*innen werden vom französisch-algerischen Ambiente des familiären Cafés angezogen. Auch Student*innen, Familien und selbst Senior*innen fühlen sich pudelwohl in dem »etwas anderen« Café. 

Lautstark: Jósean Log – Musikalische Klänge Mexikos gegen Fernweh

Lautstark: Jósean Log – Musikalische Klänge Mexikos gegen Fernweh

Jeder kennt sie. Die Lieder, die uns in weniger als einem Wimpernschlag an jeden erdenklichen Ort unserer Vergangenheit zurückversetzen können. Beispielsweise die »Venga Boys«, die aus den Lautsprechern plärren und uns an die schrägen Outfits unserer Kindheit der 90er Jahre erinnern. Oder die Lieder, die uns in ganz andere Länder träumen lassen. Schwupps, sieht man wieder sein 19-jähriges Ich vor Augen, beim Staunen über buddhistische Tempel auf Bali. Oder die Lieder, die uns einfach nur an einen warmen Sommerabend bei einem Bier an der Donau mit unseren Besten denken lassen.