»Mit Franz Kafka im Café« Gespräche mit Performative Males

»Mit Franz Kafka im Café« Gespräche mit Performative Males

Unterwegs in Regensburg und an der Uni beobachten wir immer wieder ein Phänomen, das wir von Social Media kennen: den Performative Male. Erkennbar ist er für uns am selbstbewussten Gang, Vintage Klamotten, Silberschmuck, Ohrringen oder Piercing und weiter Hose. Gerne auch mit Freitag Tasche, Club Mate und Pueblo Tabak. Aber was steckt eigentlich hinter dem vermeintlich performativen Auftreten? Was ist ihre Selbsteinschätzung? Sind sie reflektiert? Um dem Ganzen auf die Spur zu gehen, begeben wir uns in ihr natürliches Habitat. Im PT-Gebäude, in der PLK und in der Couch werden wir fündig.
Langweilt euch mehr!

Langweilt euch mehr!

Langeweile hat in unserer Gesellschafft keinen guten Ruf. Sie aufkommen zu lassen, fühlt sich fast schon verschwenderisch an. Wir sind so daran gewöhnt, immer irgendwie beschäftigt oder unterhalten zu sein, dass entstehende Leere beinahe beängstigend wirkt. In Momenten von wirklicher Langeweile ist man jedoch weder produktiv leistend noch glücklich bespaßt. Die Abwesenheit von äußeren Reizen wirkt erstmal ungewohnt und nicht besonders erstrebenswert. Im Alltag füllt meistens das Handy entstehende Pausen. Weil wir jederzeit auf alles Zugriff haben, können wir auch immer etwas verpassen. Sich bewusst dafür zu entscheiden, mal überhaupt nichts zu machen, ist gar nicht so einfach. Aber – Langeweile ist auch mal wichtig!

Von Charlotte Schmidt