Am 29.05.2026 ist es wieder so weit: Das Rescue and Shelter Festival findet auf dem PLK-Gelände in Regensburg zum 5. Mal in Folge statt. Was genau passiert dort und warum lohnt es sich hin zu gehen? Um diese Fragen beantwortet zu bekommen habe ich mich mit der Pressesprecherin des Festivals getroffen.
von Fennek Eidel
Das Rescue and Shelter ist ein Benefizfestival – die planenden Personen zahlen also alles erstmal aus eigener Tasche und die Gewinne des Festivals werden dann an bestimmte Organisation gespendet. In diesem Fall sind es SeaEye, eine Hilfsorganisation die geflüchtete Menschen im Mittelmeer rettet, und SoliAsyl, die geretteten Menschen eine Unterkunft, zum Beispiel in Form des »Solizimmers«, zur Verfügung stellen und bei der Ankunft in Deutschland unterstützen. Das besondere an diesem Festival: Es ist alles auf Spendenbasis. Vom Eintritt bishin zu der Verpflegung kann man selbst, je nach finanziellen Möglichkeiten, entscheiden, wie viel man zahlen möchte oder kann. Das Konzept funktioniert und scheint gut anzukommen, allein letztes Jahr gab es um die 1.000 Besucher:innen. Möglich gemacht wird dies durch verschiedenene linke Gruppierungen, die sich an der Organisation beteiligen. Es sind Helfer:innen und spielenden Künstler:innen, die ehrenamtlich, also ohne Vergütung oder Gage, arbeiten. Für die physische und psychische Sicherheit gibt es ebenfalls ein Security-Team, ein Awarness-Team und Sanitäter:innen vor Ort.
Doch was genau passiert auf dem Festival?
Das ist tatsächlich tagesabhängig. Das zweitägige Event bietet am Freitag, den 29.05, ab 17 Uhr das sogenannnte »politische Picnkick« an. Besuchende sollen sich ihre Picknickdecken und Verpflegung selber mitbringen und den Redebeiträgen zusammen lauschen. Die Vorträge handeln beispielsweise von der Lage in Calais oder Vorurteile über die Psyche geflüchteter Personen. Der Tag endet mit einem Film von SeaEye »Kein Land für Niemand«. Die Stimmung auf dem Festival ist entspannt und offen gestaltet. Am zweiten Tag, am Samstag ab 14 Uhr, liegt der Fokus eher auf Kultur. Es gibt eine Außenbühne auf der diverse regionale Musikgruppen spielen werden, sowie eine kleinere Bühne im PLK-Gebäude auf der Mimen-Auftritte, Slams oder Improvtheater stattfinden. Auch an Familien wurde gedacht mit einem Programm, dass beispielsweise einen Spielbus mit vielen Spielzeugen und Kinderschminken beinhaltet. Außerdem gibt es eine Siebdruck-Maschine für das Bedrucken von Textilien. Damit nicht genug: Ab 22 bis 4 Uhr morgens findet ein Rave im Gebäude des PLK´s statt. Des Weiteren wurde darauf geachtet das Gelände so barrierearm wie möglich auszulegen. Neben den angebotenen Aktivitäten gibt es auch Infostände der jeweiligen Organisationen die, wieder gegen Spende, Dinge verkaufen wie Buttons, Anhänger oder Patches. Für Verpflegung ist auch gesorgt. Es gibt eine Küfa (Küche für Alle) die ein warmes Gericht für die Besuchenden kocht. Außerdem ein Crep-Kollektiv, einen Kaffee und Kuchenstand, Salate und in den linken Kreisen berüchtigte vegane Soja-Steak Semmeln. Auch Getränke werden angeboten – von Bier bis Spezi gibt es eine große Auswahl an Spaßgetränken.
Ein besonderes Erlebnis
Das Festival ist gut durchdacht. Von dem barrierearmen Gelände bishin zur Verbindung von politischen Themen und schönen Aktivitäten für jede Altersgruppe. Die Stimmung ist jedes Jahr einzigartig. Es entsteht ein Festival der Gemeinschaft, was ein wunderschönes Ereignis schafft. Also nichts wie hin!
Titelbild © Fennek Eidel

