Ein Lebensabschnitt in Regensburg geht zu Ende. Was ich schmerzlich zurücklasse und was mir noch bleibt.
von Sophie Baars
Dreieinhalb Jahre Studium sind vorbei.
Jetzt sitze ich wieder in meinem Kinderzimmer, weit weg von Regensburg,
und denke an meine Studienzeit.
Ich bin erwachsen geworden in den letzten Jahren – zumindest ein stückweit.
Es fühlt sich schmerzhaft an, jetzt wegzuziehen,
als würde ich einen Teil von mir zurückzulassen.
Und dieser Teil seid ihr.
Ich hätte nie geglaubt, so besondere Freundschaften zu knüpfen.
Nie geglaubt, dass ich mich so an einen Ort binden würde, weil dort die tollsten Menschen auf mich warten.
Wir sind gemeinsam dick und dünn gegangen,
haben Umzüge, Klausurenphasen, gebrochene Herzen, Heizungsausfälle im kalten Regensburger Winter, Drama, Streit und Tränen überstanden.
Wir sind zusammen verreist, haben Nächte durchgefeiert, saßen stundenlang beieinander, haben über alles geredet und manchmal über nichts.
Die schönen, strahlenden Momente des Lebens haben wir geteilt.
und in den hoffnungslosen und tristen Momenten, wart ihr es, die mir Hoffnung gegeben haben.
Ihr seid ein Teil von mir, der in den letzten Jahren mit mir gewachsen ist.
Jetzt weiß ich nicht mehr, wie das geht. Ein Leben an einem anderen Ort,
ohne euch in meinem Alltag.
Und vielleicht beginnt genau hier etwas Neues,
mit all dem, was ihr mir mitgegeben habt: Mut, Erinnerungen und ein Stück zuhause in meinem Herzen.
Ich nehme euch mit, egal wohin ich gehe.
In den Geschichten, die ich erzähle, in meinem Lachen und in dem Mut, den ihr mir geschenkt habt, zu mir selbst zu stehen.
Ihr seid von nun an immer ein Teil von mir – egal wo ich bin.
Titelbild © Sophie Baars

