Auf besinnliche Feiertage mit den Liebsten folgt jedes Jahr Silvester. Irgendwann zwischen den Jahren stellt man sich immer die Frage: »Was will ich eigentlich vom neuen Jahr?«
Von Sophie Baars
Es ist die Zeit der Neujahrsvorsätze und der Jahreshoroskope, die irgendwie etwas Mystisches an sich hat. Durch einfache Rituale hat man auf einmal das Gefühl, das eigene Schicksal mitbestimmen zu können. Es scheint plötzlich so einfach, sich selbst zu perfektionieren und alte Muster im neuen Jahr aufzubrechen.
Oft steigen in die dieser Zeit die Erwartungen an sich selbst: Nächstes Jahr den Abschluss schaffen, Umziehen, Freundschaften pflegen und auf die eigene physische und mentale Gesundheit achten. Je erwachsener man wird, desto bewusster wird man sich der eigenen Verantwortung und den Zielen für sich selbst. Jedes Jahr stehen mehr Veränderungen und Herausforderungen bevor, die irgendwie Angst machen können. Der Jahreswechsel kann sich anfühlen wie ein Sprung ins kalte Wasser: Immer ist da dieser Anspruch, im neuen Jahr alles richtig, ja perfekt, zu machen.
Anstatt mich zu Beginn des Jahres mit unrealistischen Neujahresvorsätzen unter Druck zu setzen, habe ich mir für die letzten Tage in 2025 überlegt, wie ich mir selbst im neuen Jahr ein bisschen mehr Liebe schenken kann und was ich bewusst in 2025 lassen möchte:
- Was hat mich in 2025 am meisten verletzt oder enttäuscht?
- Was hat mich unter Druck gesetzt?
- Was sind negative Gedanken, die ich aktuell über mich selbst habe?
- Was kann ich bewusst verändern, um im neuen Jahr positiver über mich selbst zu denken?
- Welche Personen in meinem Umfeld haben mir gutgetan?
- Welche Personen haben mich zum Lachen gebracht und haben stundenlang tiefgründige Gespräche mit mir geführt?
Veränderungen lösen gerne Angstgefühle aus, da sie ein Schritt ins Ungewisse, ein Sprung ins kalte Wasser sind, das Vertraute zurücklassen. Die besten Vorsätze für das kommende Jahr werden deshalb durch das bewusste Verarbeiten von Emotionen und das Loslösen von alten Denkweisen angestoßen. So kann man mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen, Selbstliebe und positiven Gedanken den Schritt in 2026 wagen.
Titelbild © Sophie Baars

