Haftbefehl in Regensburg

Haftbefehl in Regensburg

Nach der Veröffentlichung der Netflix-Dokumentation »Babo – die Haftbefehl-Story« steht Haftbefehl stärker denn je im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Dokumentation zeigt nicht nur seine Karriere, sondern auch seinen harten Absturz, seine langjährigen Drogenprobleme und seine inneren Konflikte.

von Davida Schauer

Entsprechend gespannt waren die Fans auf seine ersten Auftritte danach. Darunter das Konzert am 21.11.2025 in Regensburg im Nachtclub »Velvet Room«. Die Besucher*innen mussten nicht nur um die 50€ für ein Ticket zahlen, sondern auch viel Geduld mitbringen: Über zweieinhalb Stunden ließ Haftbefehl die Menge warten, bevor er überhaupt die Bühne betrat. Als der Auftritt schließlich losging, zeigte sich der Rapper abgeschirmt. Er trug einen blauen Schlauchschal, der Mund und die Nase vollständig verdeckt, nur seine Augen blieben sichtbar. Wie schon bei anderen Shows in jüngster Vergangenheit dauerte der Auftritt selbst nicht lange. Örtlichen Berichterstattungen nach sei er 18 Minuten gegangen.

Trotz seiner für gewöhnlich drogenbezogenen Texte nutzte Haftbefehl den Regensburg-Auftritt, um offen über seinen aktuellen Zustand zu sprechen. Zwischen den Songs rief er mehrfach: »Ich bin wieder clean, ich bin sauber, ich nehme keine Drogen mehr.« Ähnliche Aussagen machte er bereits zuvor, einschließlich des deutlichen Hinweises: »Passt auf eure Nasen auf.«

Unter einem Instagram-Post des Velvet-Clubs wird begeistert vom Auftritt am 21.11.2025 berichtet. Der Club schreibt: »Haftbefehl hat uns am vergangenen Freitag die Hütte komplett abgerissen – genau so, wie wir’s erwartet haben. Pure Energie von Anfang bis Ende! Danke Aykut @haftbefehl«

Doch nicht alle Besucher*innen sahen das so euphorisch. Eine Userin kommentierte nüchtern darunter: »5 Lieder und davon 2x dasselbe. Abgerissen schaut anders aus…«.

So oder so: Der Club war voll, das Interesse riesig. Aber angesichts all dessen und der Tatsachen, die sich in der Netflix-Dokumentation zeigten, wirkt es zunehmend so, als bräuchte Haftbefehl weniger öffentlichen Druck und mehr Zeit für eine wirkliche Pause.


Titelbild © Esther Nußstein

Quellen

https://www.watson.de/unterhaltung/musik/835434792-haftbefehl-nach-netflix-doku-versteckt-rapper-bei-auftritt-sein-gesicht

https://www.tvmovie.de/news/ich-bin-clean-haftbefehl-zeigt-sich-bei-18-minuten-auftritt-154172

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