Zwischen Träumen und Erinnerungen
Wann haben wir vergessen zu träumen wie Kinder? Ein Gedicht über ein verlorenes Gefühl und der Sehnsucht es wiederzufinden.
von Paula Dowrtiel
Und manchmal, da kann ich mich erinnern,
wie es sich anfühlt zu träumen – wie ein Kind.
Mit beiden Füßen im Gras und dem Kopf in den Wolken
tanzen meine Gedanken wie Blätter im Wind.
Auf meinen Wangen trocknen salzige Tränen,
doch alle Ängste scheinen plötzlich ganz klein.
Und wenn die Sonne mir Sommersprossen schenkt,
verspreche ich mir, nie wieder traurig zu sein.
Mein größter Wunsch ist es, ewig zu fallen,
für immer zwischen oben und unten – im endlosen Raum.
Ich strecke den Kopf aus dem Beifahrerfenster,
der Wind füllt meine Lungen, doch ich spüre ihn kaum.
Und im Seitenspiegel reflektiert sich mein Gesicht –
auf den Lippen ein Lächeln, in den Augen Euphorie.
Ich muss wieder lernen, wie ein Kind zu träumen,
doch ganz vergessen habe ich es noch nie.
Titelbild: © Paula Dowrtiel
