Während der Pubertät kann es Teenager in einige klischeebehaftete Richtungen und Subkulturen verschlagen, die man hauptsächlich aus irgendwelchen Highschool-Filmen kennt. Manche SchülerInnen sind von vornherein schon beliebt, manche sind typische Nerds, dann gibt es noch japanaffine Emos, zu denen ich mich damals selbst gezählt habe (peinlich, oder?). Wenn man sich mit Animes und Mangas beschäftigt, stößt man irgendwann auch zwangsweise auf japanische Musik. In meinem Fall war es der J-Rock, der mich von anfang an faszinierte, etwas verstörte, von dem ich mich bis heute jedoch gerne berieseln lasse. Bands wie The Gazette, Girugamesh, X Japan oder Buck-Tick klangen wie keine andere Musikgruppe, die ich bis dato gehört hatte. Doch Dir En Grey, die ich in meiner heutigen Lautstark-Kolumne vorstellen werde, stechen aus diesem für westliche Ohren ungewöhnlichen Sound noch ein Stück weit mehr heraus.