Adventsrezepte: Ist das ein Plätzchen oder ein Schneeball?

Diese Frage habe ich mir schon fast gestellt, als ich mit dem Backen fertig war. Zum Abschluss der Adventszeit haben wir noch einmal ein weihnachtliches Rezept für Euch. Die dieswöchigen Pekan-Mohn-Bällchen mit Vanille sind war etwas aufwendiger als die letzten Plätzchen-Vorschläge, damit aber perfekt für einen der Weihnachtsfeiertage, an denen alles geschlossen hat und man sich nach dem zehnte Weihnachts-Kitsch-Film dann doch mal langweilt.

von Lotte Nachtmann

Das braucht Ihr für circa 45 Stück

150g Pekannüsse, 50g Walnüsse, 30g gemahlener Mohn, 220g weiche Butter, 200g Puderzucker, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 TL Rum, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimt, 1 TL fein abgeriebene Bio-Orangenschale, 325g Weizenmehl, 1 Msp. Backpulver, Mark einer halben Vanilleschote.

Kleiner Tipp vorab

Aufgrund der zum Teil erlesenen Zutaten, die auch mein Studierenden-Budget gesprengt hätten, ist es empfehlenswert, dieses Rezept während des Heimaturlaubs zu backen. Damit sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Mama und Papa freuen sich über eine gemeinsame Eltern-Kind-Aktion und die Kinder freuen sich über ein paar mehr Euro für Glühwein. Wer nicht auf elterliche SponsorInnen zurückgreifen kann, der kann die Nüsse auch getrost durch günstigere Mandeln oder Haselnüsse und die Vanilleschote durch Vanillezucker oder -aroma ersetzen.

So viel Zeit müsst Ihr einplanen

Circa 30 Minuten Vorbereitung, eine Stunde Kühlzeit, 15 Minuten Backzeit.

So geht’s

1. Die Pekan- und Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen, anschließend im Standmixer fein mahlen. Die Nüsse mit 20g Mohn vermischen. Butter, 100g Puderzucker und Vanillezucker mit einem Handrührgerät cremig aufschlagen. Rum, Salz, Zimt, Nussmischung, Orangenschalen, Mehl und Backpulver zügig unter die Buttermasse kneten. Den Teig in Folie wickeln und eine Stunde kalt stellen.

Meine Einschätzung: Ein bisschen mehr Rum darf es auch gerne sein, dann wird der Teig etwas feuchter und lässt sich später besser formen.

 

 

2. Das Vanillemark mit dem restlichen Puderzucker und dem übrigen Mohn vermischen. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Aus dem Teig 45 Kugeln rollen und auf die Backbleche verteilen. Im vorgeheizten Backofen circa 15 Minuten goldbraun backen.

Meine Einschätzung: Vermutlich hatte ich den Teig zu lange im Kühlschrank, deshalb ließen sich die Bällchen nur schwer zu Kugeln formen. Wenn Euch das auch passiert, schneidet den Teig mit einem Messer in die gewollte Größe und formt die Bällchen in den Händen und nicht durch Rollen auf dem Tisch. Die Handwärme lässt die Butter weich werden und erleichtert den ganzen Prozess enorm.

 

 

3. Die Pekan-Mohnbällchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und sofort mit Vanille-Puderzucker wälzen. Kugeln vollständig auskühlen lassen und in einer Dose trocken und kühl aufbewahren.

Mein Einschätzung: Wenn Ihr im elterlichen Haushalt einen Puderzucker-Bestäuber findet, hält sich die Sauerei beim Wälzen der Bällchen in der Zuckermischung auch in Grenzen.

Mein Fazit

Dieses Rezept ist zwar etwas aufwendiger als die für meine Lieblingsplätzchen, aber es lohnt sich. Der Aromamix aus Vanille, Mohn und Nüssen ist eine spannende Kombination, die ich bisher selten so bei Weihnachtsplätzchen geschmeckt habe. Allerdings würde ich mich nächstes Jahr noch ein bisschen mehr trauen, vor allem mit der Vanille und dem Mohn.

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