Schoko-Kipferl

Ich stelle euch heute ein Rezept vor, das ich vor ein paar Jahren in mein jährliches Plätzchen-Back-Repertoire aufgenommen habe. Es erfreut besonders diejenigen in meiner Familie und in meinem Freundeskreis, deren Lieblingsobst Schokolade ist. Und auch alle anderen naschen fleißig davon, sodass ich vier Tage nach dem Backen gerade einmal sechs Kekse für ein Foto retten konnte. Ich präsentiere: Schoko-Kipferl!

von Lena Alt

Für die Schokoladenversion des Weihnachtskeks-Klassikers braucht ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

150g Zartherb- oder Vollmilchkuvertüre, je nachdem was ihr bzw. die Keksesser bevorzugen

100g Puderzucker

300g Mehl

1 Prise Salz

200g weiche Butter (Zimmertemperatur; am besten eine Stunde vor Backbeginn aus dem Kühlschrank nehmen)

1 Ei

100g gemahlene Mandeln

Für die Deko: nochmal 100g Zartherb- oder Vollmilchkuvertüre und je nach Belieben Puderzucker

Zeit: etwa 70 Minuten plus Kühlzeit (geht auch über Nacht) -> Das liest sich vielleicht etwas aufwendig, ist es aber ehrlich nicht. Teig und Kekse kann man schnell und unkompliziert zubereiten.

Und so funktioniert’s:

Die ersten 150g Kuvertüre bei kleiner Temperatur in einer kleinen Schüssel über einem Wasserbad schmelzen. Je kleiner die Stücke sind, desto schneller geht’s.

In einer großen Schüssel Puderzucker, Mehl und Salz mischen. Die Butter in kleinen Stücken zugeben, Ei und Mandeln auch. Die Mischung mit den Knethaken eines Handrührgeräts bearbeiten, bis ein streuseliger Mix entsteht. Das dauert einen kleinen Moment, drei bis fünf Minuten ungefähr. Kleiner Hinweis aus meiner eigenen Erfahrung: Am besten achtet ihr dabei darauf, dass sich die Butterstückchen auch gut mit den anderen Zutaten vermischt haben, und nicht nur Butterklumpen entstanden sind.

Wenn ihr meint, dass der Teig jetzt schön streuselig ist, die flüssige Kuvertüre zugeben. Jetzt wird die ganze Angelegenheit ein bisschen batzig, denn nun wird die gesamte Menge mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeitet. Ich persönlich finde sogar, dass das der schönsten Teil am Backen ist, denn das erinnert mich an meine ersten kindlichen Backversuche, bei denen ich absolut alles mit der Hand geknetet habe, einfach nur, damit es schön batzig ist. Damit ihr euch aber an der heißen Kuvertüre nicht die Finger verbrennt, solltet ihr sie nicht zu heiß schmelzen. Wenn der Teig schön glatt ist und ihr eine große Schokokugel daraus geformt habt, könnt ihr euch die Finger ablecken oder waschen. Dann wickelt ihr die Kugel in Frischhaltefolie oder legt sie in eine Box und stellt sie für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Wenn der Teig fertig ist, könnt aber im Grunde eine ganze Weile lang machen, was ihr wollt. Serien gucken, lernen, prokrastinieren oder auch feiern gehen oder schlafen, denn es ist auch kein Problem, den Teig eine Nacht im Kühlschrank zu lassen.

Wenn ihr den Teig dann zu Keksen verarbeiten wollt, teilt ihr ihn in vier ungefähr gleich große Stücke. Die einzelnen Teile rollt ihr zu je ca. 25cm langen Rollen. Das ist aber nur ein Vorschlag. Wenn ihr beispielsweise eine kleinere Arbeitsfläche habt, dann könnt ihr auch mehr Teigteile in jeweils entsprechend kürzere Rollen rollen.

Die Rollen schneidet ihr in fingerdicke Scheiben und formt diese dann zu kleinen Halbmonden, eben einfach in die typische Kipferlform. Die Schokokipferl auf mit Backpapier belegte Bleche legen, dabei immer ein bisschen Abstand lassen. Im vorgeheizten Backofen (200° Ober-/Unterhitze oder 180° Umluft) ungefähr 11 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Bei meinem Ofen haben auch 9 Minuten gereicht, es könnte aber auch mal 13 dauern. Wenn sie fertig sind, auf einem Rost auskühlen lassen.

Die übrige Kuvertüre wieder über einem Wasserbad schmelzen. Jeweils beide Enden der Kipferl hineintauchen und trocknen lassen. Am Schluss alles mit Puderzucker bestäuben, wenn ihr möchtet. Das gibt eine riesengroße Kleckerei und jeder kann deutlich sehen, dass ihr in der Weihnachtsbäckerei heftig beschäftigt gewesen seid. Außerdem versteckt der Puderzucker wunderbar ästhetische Macken, die ich mit Kuvertüre grundsätzlich anrichte.

Jetzt heißt es nur noch, jemanden zum Küche-Aufräumen zu finden und fertig ist die Back-Attacke. Die Schokokipferl eignen sich perfekt zum Naschen zwischendurch. Sie haben Death-by-Chocolate-Potenzial, wenn man zu viele auf einmal isst, und deshalb ist nach dem Aufschreiben dieses Rezepts auch keiner der sechs Foto-Kekse mehr da. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Backen und Naschen!

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