5 Themen, 5 Tage | Das Hochschulwahlspecial Part III

Um euch eine Entscheidungshilfe fürs Kreuzchen setzen am 12. Juni zu geben, haben wir alle fünf Hochschulparteien aufgefordert, zu fünf ausgewählten Themen Stellung zu beziehen und darzulegen, wo Handlungsbedarf besteht. Bis nächsten Dienstag bekommt ihr hier täglich die Antworten zu einem dieser Themen in maximal fünf Sätzen.

 

Weiter geht es mit dem Thema »Anwesenheitpflicht«. Das sagen die Parteien dazu:

BUNTE LISTE:

Die Anwesenheitspflicht entspricht dem Gegenteil eines selbstbestimmten Studiums und der freien Zeiteinteilung. Die Uni ist keine Schule, weshalb wir auch keine schulartige Anwesenheitspflicht wollen. Zudem bedeutet mehr Selbstbestimmung im Studienalltag mehr Möglichkeiten für Menschen, ihr Studium ihren persönlichen Lebensumständen, wie zum Beispiel Kinder oder Nebenjobs, anzupassen. Wir sprechen uns deshalb als einzige Gruppe im Senat gegen jeglichen Anwesenheitszwang in Studien- und Prüfungsordnungen aus.

 

DIE PARTEI:

Anwesenheitspflicht nein, Bierpflicht ja.

 

JUSOS:

Wir lehnen unbegründete Anwesenheitspflichten kategorisch ab! Unsere Vertreter*innen, insbesondere im Senat, waren in der Vergangenheit maßgeblich am Kampf gegen verschärfte Studienordnungen beteiligt. Auch und gerade, was Anwesenheitspflichten betrifft. Wir gehen vom Leitbild des*der selbstbestimmten Studierenden aus, der*die ohne Leistungszwang sein*ihr Studium selbst gestalten kann.

 

LHG:

Anwesenheitspflichten sind leider seit der Bologna-Reform wieder en vogue gekommen. Anders als in der Schule ist die Universität aber dazu da, ein freies und auf Selbstständigkeit bedachtes Lernen zu fördern, anstatt die Motivation und Selbstständigkeit der Studierenden durch Anwesenheitspflichten zu verschlechtern.  Wir werden uns dafür einsetzen, dass wir Studierenden auch weiterhin von Anwesenheitspflichten verschont bleiben.

 

RCDS:

Der RCDS Regensburg spricht sich für ein selbstbestimmtes Studium aus, weshalb jeder Student frei entscheiden können sollte, wann und ob er welche Veranstaltungen der Universität besucht. Hier ist jedoch eine Einschränkung vorzunehmen, da bei vielen Studiengängen eine Anwesenheitspflicht sinnvoll ist, unter anderem, weil benötigte Materialien viel Geld kosten und die Fakultäten hier nicht nach wagen Teilnehmerzahlen planen können. Eine Anwesenheitspflicht schränkt dabei zu sehr ein, da zum Beispiel viele Studenten neben dem Studium arbeiten und dies mit einem festen Stundenplan nicht effizient gestaltet werden kann. Zudem sind wir der Meinung, dass jeder Student fähig ist, abzuschätzen inwieweit er Veranstaltungen besuchen kann und muss um sein Studium erfolgreich zu absolvieren. Wir sehen in Screencasts eine sinnvolle Möglichkeit, weshalb wir den Ausbau der dafür nötigen Techniken fordern.

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